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Was für ein Irrsinn, zu behaupten, die Ölförderung wäre umweltfreundlicher als die Lithium-, Nickel- oder Graphitgewinnung für Autoakkus. Sie ist sogar 1000x schlimmer. Denn

täglich vergiftet der Ölwahnsinn mindestens 40 Milliarden Liter Wasser (alleine bei der Förderung) und die Lungen unserer Mitmenschen und der Tiere die in Auspuffnähe atmen. Dazu erwärmt die Ölverbrennung den Planeten. Von den 100 Millionen Fässern Öl (zu 159 Litern)  die täglich verbaucht werden, verschwenden wir 50% für Treibstoffe. Und auch die restlichen 50% werden irgendwann einmal in Form von Abfall verbrannt. Der Akku eines Elektroautos aber, den man 15-20 Jahre lang nutzt und der schon zu 96% recyceln werden kann soll aber das große Übel sein?

Ecuador
Großflächige Vergiftung des Amazonastieflandes. Die Indigenos dort müssen nun Wasser aus Plastikflaschen trinken, welche von den Ölgesellschaften bereitgestellt werden, weil das Trinkwasser nicht mehr trinkbar ist. HIER


Sibirien
Die Ölkatastrophe in Westsibirien betrifft das mit Abstand größte, ölverseuchte Landgebiet und den mengenmäßig größten Ölunfall der Erde. HIER

"Leider verseuchen russische Ölfirmen aufgrund der geringen Strafen immer noch in erheblichen Maß die Umwelt“, sagt Wladimir Chuprov, Leiter der Energiekampagne von Greenpeace Russland. „Die Rohrleitungen sind verrostet und so versickern jedes Jahr bis zu 4,5 Millionen Tonnen Öl. In der Komi-Region hat die Ölindustrie in ein paar Jahrzehnten das Leben der indigenen Bevölkerung ins Elend gestürzt. Aber man kann die gleichen rostigen Rohrleitungen, verölten Seen und toten Wälder auch im Gebiet um Tomsk sowie in vielen anderen Regionen sehen“, sagt Chuprov. HIER und HIER

Offiziellen Berichten zufolge kommt es in Russland durch gebrochene Ölpipelines jährlich zu über 10.000 Ölunfällen. Die Ölkonzerne übernehmen seit Jahren keine finanzielle Verantwortung für die ökologischen Katastrophen in den Ölförderregionen. Die letzte Ölkatastrophe fand 2020 statt. HIER

Südsudan
Massive Vergiftungen des Trinkwassers durch Erdöl. HIER

Libyen
Füttert den Scheich und verkauft ihm noch ein paar Waffen für die Terroristen mit dem Ölgeld. Krieg und Terror, hungernde Menschen und Umweltverschmutzung durch Erdöl und Krieg um Erdöl. Durch Erdöl u nd Erdgas wird der Konflikt weiter befeuert. 15 % des deutschen Erdöls kommen von dort. HIER und HIER

Und auch im Mittelmeer wird vor Libyens Küste nach Öl gebohrt. Die geologischen Lager sind so groß wie Belgien und reichen bis 300 Kilometer hinaus aufs offene Meer. HIER

Venezuela
Öldreck am Maracaibosee. Die Fischer müssen ihren Fang nicht mehr in Öl einlegen... 1 Tropfen Öl vergiftet 1.000 Liter Wasser. HIER und HIER
Aber auch die Küste ist durch die marode Ölindustrie gefährdet. Wie Öllecks immer wieder zeigen, zuletzt im September 2020. HIER

Nigeria
Besonders schlimm ist die Lage in Nigeria. Regenwaldzerstörung und große durch krebserregendes Öl vergiftete Flächen. Die vereinten Nationen meinen, dort aufzuräumen würde mindestens 30 Jahre dauern. HIER Besonders Schlimm ist es im "Bodo Creek". Bis heute ist das Trinkwasser dort mit Öl verschmutzt und Landwirtschaft durch Öllachen auf den Böden unmöglich. HIER und HIER 

Alaska
Immer wieder laufen Ölpipelines aus und vergiften das Land. HIER Zum Glück stoppte der neue amerikanische Präsident Joe Biden die Öldohrungen die sein Amtsvorgänger Präsident Donald Duck Trump dort forcierte. HIER

Auch die Ölkatastrophe des Tankers Exxon Valdez hat Spuren in Alaska hinterlassen HIER

Aserbaidschan, Kasachstan, Turkmenistan

Informationen zur Ölförderung am kaspischen Meer HIER und zur Umweltzerstörung. HIER
In Aserbaidschan führte die langjährige, intensive Ölförderung zu starken Bodenverschmutzungen in unmittelbarer Siedlungsnähe. HIER

Auch Kasachstan ist mitunter wegen der Ölindustrie eines der vergiftetsten Länder der Welt. HIER und HIER

In Turkmenistan gibt es zudem Probleme mit Gaslecks. HIER

Tschad
Die Bevölkerung dort leidet unter massiver Umweltverschmutzung. Der versprochene Reichtum blieb aus. HIER, HIER und HIER


Peru
Großflächige Verseuchung des Amazonasgebietes durch die Erdölförderung. HIER

Guatemala
Im Norden Guatemalas wird mitten im Nationalpark Laguna del Tigre Erdöl gefördert, für die internationale Gelder fliessen. Die indigenen Bauern und Bäuerinnen müssen den wirtschaftlichen Interessen weichen. Durch die Erdölförderung wird der Nationalpark massiv geschädigt. Die ökologischen Schäden reichen von Verseuchung der Böden und Gewässer, Luftverschmutzung, Fragmentierung der Lebensräume, Abholzung, bis hin zu Absterben von Flora und Fauna. HIER

Angola

Die Bevölkerung hat nicht vom Ölreichtum des Landes profitiert HIER

Indonesien

Ölförderung wird in Indonesien teilweise mit bloßen Händen durchgeführt. Das Öl in Seen an der Oberfläche gesammelt. HIER

Kanada
Dort wird gerade eine Fläche in der Größe Englands vernichtet für Ölsande. Das Wasser wird dabei durch zahlreiche Frackingchemikalien vergiftet. Für 1% der weltweiten Ölförderung. HIER, HIER und HIER Die Krebsrate in den angrenzenden Gebieten ist um das Achtfache gestiegen. HIER Filmtipp dazu: "Dark Eden" HIER

Golf von Mexiko

Im Golf von Mexiko laufen seit 15 Jahren zig Ölbohrplattformen aus (rote Punkte). Millionen Tiere verendeten schon. Täglich sind es 17.000 Liter krebserregendes Öl. HIER und HIER Das Drama um die Ölbohrplattform "Deep Water Horizon" sollte noch in Erinnerung sein. HIER

Wenn die Bohrplattformen ihr Lebensende erreicht haben, müssen Ölfirmen die ausgedienten Anlagen abbauen. Ein teueres und nicht sehr sauberes Projekt welches Jahrzehnte dauern wird. HIER und HIER

Viel Spass beim Baden im Mittelmeer HIER. Daneben die Bohrungen in der Nordsee. Da freut man sich doch auf den Sommer. 


Zur Nordess: Die Nordsee und der Nordostatlantik sind durch die Öl- und Gasindustrie zu einer riesigen Industrielandschaft verkommen. HIER Deren Normalbetrieb belastet bereits Klima und Meer dramatisch: Im Jahr 2018 emittierten die 726 umweltrelevanten Anlagen im Nordostatlantik 29 Mio. Tonnen CO2 und verschmutzten das Meer mit 8.917 Tonnen Öl pro Jahr. Das entspricht einem jährlichen Tankerunglück nur durch den regulären Betrieb. 

Die Plattformen schütten 176.000 Tonnen Chemikalien pro Jahr ins Meer, verursachen im Durchschnitt einen Chemieunfall pro Tag, und entsorgen dort täglich (!) über 900.000 Kubikmeter verschmutztes Produktions- und Ballastwasser. Hinzu kommen hunderte von Unfällen, allein 2018 insgesamt 429 Ölunfälle und 363 Chemikalienunfälle... 

Die CO2 Emissionen 2018 entsprechen den Emissionen von Estland (2018: 20 Millionen Tonnen) und Lettland (2018: 11,7 Millionen Tonnen) zusammen.

Neuere Ölunglücke: Kroatien Dezember 2019 HIER

Brasilien 2019

Es wurden ca. 2000 km brasilianische Strände verseucht. HIER und HIER

Auch ausgediente Ölbohrtürme sind ein Problem weil dort klimaschädliches Methan entweicht. HIER

Das Gas Abfackeln macht schon alleine 3% des weltweiten jährlichen Co2 Ausstosses aus. Warum nicht nutzen, wenn man es schon fördert. Zu teuer... HIER und HIER



Landflächenverbrauch durch den Spritanbau. Auf diesen Flächen könnte auch Nahrung angebaut werden. Gigantische Regenwaldvernichtung in Südostasien durch den Palmölanbau und Genozid an zehntausenden Tieren im Rahmen der Urwaldabholzung und besonders an Orang Utans, die auf die Plantagen kommen, um die Früchte zu essen. Für unseren angeblich sauberen Biodiesel. HIER und HIER

Öltankerunfälle: HIER Auf Wikipedia kann man die Liste der bedeutendsten Ölunfälle nachlesen. 

Bilanz weltweit: Täglich werden mindestens 40 Milliarden Liter Wasser vergiftet. Und das ist nur das Wasser, welches zur Förderung genutzt wird. Die sonstigen Wasser- und Landverschmutzungen die bei der Förderung tagtäglich anfallen, sind da noch gar nicht mit eingerechnet.


Und es ist auch gar nicht nur das Öl. Der Platin- und Kobaltabbau für die gehärteten Stähle im Verbrennermotor sowie  für den Katalysator geschieht teilweise durch Sklavenarbeit HIER. 60% des weltweiten Platins landen in Autokatalysatoren. Und ja, 92% des weltweit geförderten Kobalts landen NICHT in Autoakkus von Elektroautos. Die neuen von BYD HIER und Tesla HIER genutzten LFP Akkus beeinhalten heute schon gar kein Kobalt mehr. Die neuen NMX Akkus ebenfalls nicht mehr HIER

Was aber viele gar nicht wissen: Die Katalysatoren der Verbrennerautos lösen sich mit der Zeit und Hitze auf und verpesten mit ihren Metallen die Umwelt HIER, HIER, HIER und können sich sagar in Pflanzen anreichern. HIER

Und die Ölraffinerien vergiften unsere Böden und die Luft in unseren Städten. HIER. Und HIER hat sich ein schöner giftiger See unter einer Raffinerie gebildet. Es wird Jahrzehnte dauern, das dort wegzubekommen. Zudem benötigen Ölraffinerien große Mengen an Energie, um ihre Produkte herzustellen. Alleine für 6 Liter Diesel benötigt man schon 43 Kilowattstunden. HIER Mit dieser Energiemenge fährt ein Elektroauto schon über 200 km weit. 

Auch etliche kleinere Vergiftungen wirken, denn Mineralische Öle enthalten, im Gegensatz zu pflanzlichen Ölen, einen ganzen Cocktail giftiger Stoffe, vor allem aromatische Kohlenwasserstoffe (Benzol u. ähnliche Stoffe) und chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW). Wenn diese Stoffe ins Wasser gelangen, können sie sich in Spuren darin lösen. Das Gefährliche daran ist: 1. Sie sind schwer abbaubar, schädigen die im Wasser lebenden Mikroben und können so die Selbstreinigungskraft des Wassers, z.B. in der biologischen Reinigungsstufe einer Kläranlage, abtöten. 2. Sie machen Trinkwasser schon in geringsten Spuren unbrauchbar, da sie sich im menschlichen Körper ablagern (kumulieren) und über lange Zeit schwerwiegende Vergiftungserscheinungen hervorrufen können. Deshalb: Altöl gehört auf jeden Fall zurück zur Tankstelle oder in den Sondermüll.

Und wenn du Auto fährst, bitte den Pollenfilter gegen einen Aktivkohlefilter tauschen, wenn es dein Modell zulässt. Wegen dem giftigen Feinstaub. Damit stinken wir alle voll, besonders Kinder und Hunde bekommen die volle Dosis ab, weil sie so nah am Auspuff atmen. Aber auch im Autoinnenraum sind diese Abgase zu finden. HIER Auspufffeinstäube sind krebserregend und überwinden auch die Blut-Hirn-Schranke weil es Partikel in Größen unter 2,5 Mikrometer sind. Im Gegensatz dazu hat Reifenabrieb, die Partikelgrösse 10. Auch Brems- und Kupplungsstäube sind hochgiftig. Da das Elektroauto keine Kupplung hat und die Bremsen durch die Rekuperation 4x so lange halten, sind elektrische Autos auch in dieser Hinsicht gesünder und umweltfreundlicher.

Aber nicht vergessen: Das eigentlich BÖSE ist der Akku, der wird zwar 20 Jahre lang genutzt und schon zu 97% recycelt (Duesenfeld Methode/VW Salzgitter), aber Salzwasser in der trockensten Wüste der Welt verdunsten zu lassen ist 1 Million mal schlimmer. Ganz sicher. Ich verspreche es. Mfg Euere Ölindustrie. (Übrigens kommen nur 36% des weltweiten Lithiums aus Südamerika, wo Salzwasser in einer Wüste verdunstet, das meiste kommt aus Australien, aus dem Bergbau. Siehe meinen Artikel über Lithium HIER).